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News von heute: ZDF-Journalist Werner Doyé ist tot

News von heute: ZDF-Journalist Werner Doyé ist tot




Die Meldungen im Kurz-Überblick:ZDF-Journalist Werner Doyé ist tot (14.43 Uhr)Daimler-Chef bezieht Stellung gegen rechte Hetze (14.05 Uhr)Mallorca: Polizist rettet Frau vor Erstickungstod (12.18 Uhr)Erdbeben erschüttert griechische Ferieninsel Kreta (11.15 Uhr)Zu lauter Sex – Nachbarschaftsstreit eskaliert (9.56 Uhr)Die News von heute im stern-Ticker:  +++ 17.14 Uhr: Starker Regen setzt Straßen in Flensburg unter Wasser +++ Starker Regen hat am Mittwochnachmittag zahlreiche Straßen in der Flensburger Innenstadt überspült. Einige Straßen wurden wegen des hohen Wasserstands gesperrt, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle sagte. Besonders am Hafen gab es Probleme. Dort reichte das Wasser bis an die Gebäude ran. Verletzte oder Unfälle gab es nach Angaben der Leitstelle nicht. Einige Passanten waren barfuß unterwegs, ihnen reichte das Wasser bis an die Waden. Am Nachmittag galten Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Sachsen.+++ 16.51 Uhr: Geldabheben im Ausland kann teuer werden +++ Das Geldabheben an Automaten außerhalb des Euroraums kann teuer werden. Das geht aus einem Vergleich von 90 Banken in 20 Reiseländern hervor, die am Mittwoch der Dienstleister Transferwise veröffentlichte. Bei einer Abhebung von 100 Euro seien durchschnittlich beispielsweise in den USA im Schnitt zusätzlich 5,86 Euro fällig, in Russland im Fall einer Bank sogar 9,30 Euro, hieß es. Hintergrund ist demnach ein versteckter Aufschlag auf den Wechselkurs, der von vielen Banken erhoben werde. In Australien betragen die Mehrkosten der Erhebung zufolge durchschnittlich 6,30 Euro, in Neuseeland 4,82 Euro. Günstiger ist das Geldabheben demnach in europäischen Ländern sowie im Mittelmeerraum. +++ 16.32 Uhr: Erdrutsche und Überschwemmungen in Norwegen – Ein Mann vermisst +++ Starker Regen hat am Dienstagabend in zwei Gemeinden im Westen Norwegens Erdrutsche ausgelöst und Straßen unpassierbar gemacht. Ein Auto wurde von den Erdmassen erfasst, der Fahrer wurde am Mittwoch noch vermisst, meldete die Nachrichtenagentur NTB. Rund 150 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Viele Häuser waren von der Außenwelt abgeschnitten, weil die Zufahrtstraßen blockiert waren. Einige Menschen wurden mit Booten gerettet, andere übernachteten in ihren Autos. Zahlreiche Mobilfunkstationen wurden zerstört, weshalb es den Behörden bis zum Nachmittag nicht gelungen war, mit allen Betroffenen in Kontakt zu treten.+++ 16.23 Uhr: Bundesgerichtshof lehnt Revisionsverfahren zu Erdogan-Schmähgedicht ab +++Im Rechtsstreit um sein Schmähgedicht über den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat der Satiriker Jan Böhmermann eine weitere Niederlage erlitten. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe lehnte nach Angaben vom Mittwoch eine Beschwerde Böhmermanns ab, mit der dieser ein Revisionsverfahren erzwingen wollte. Nach Auffassung des BGH ist eine erneute Überprüfung des Falls nicht nötig. (Az. VI ZR 231/18)+++ 15.57 Uhr: Bericht: Siamesische Zwillinge in Berlin bei OP getrennt +++Knapp zwei Wochen nach der Geburt siamesischer Zwillinge in der Berliner Charité sollen die Kinder einem Medienbericht zufolge getrennt worden sein. Die Operation der zusammengewachsenen Kinder am Montag sei erfolgreich verlaufen, berichtet das Hamburger Online-Portal “Ärztenachrichtendienst” und berief sich auf “zuverlässige Informationen”.+++ 15.33 Uhr: Befangenheitsantrag im Freiburger Prozess um Gruppenvergewaltigung +++Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg ist ein Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter gestellt worden. Die Anwältin eines der elf Angeklagten habe den Antrag gegen Stefan Bürgelin am Mittwoch eingereicht, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Wie er begründet wurde, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Prozess um Gruppenvergewaltigung – Angeklagter weist Vorwürfe zurück 15.00Sollte dem Antrag stattgegeben werden, platzt der Prozess und muss unter einem neuen Vorsitzenden neu aufgerollt werden. “Das ist eher selten der Fall, aber nicht ausgeschlossen”, sagte der Sprecher. Zuvor hatte der “Südkurier” berichtet.Die Verhandlung sei am Mittwochnachmittag wie geplant und noch unter Vorsitz Bürgelins fortgesetzt worden. Die Kammer mit den beisitzenden Richtern muss nun aber – ohne den Vorsitzenden – bis zum nächsten Verhandlungstag am 9. August über den Antrag entscheiden. Dann wird den Angaben zufolge die Entscheidung der Kammer öffentlich verlesen. +++ 15.17 Uhr: 46 Verdächtige nach tödlichen Bandenkämpfen in brasilianischem Gefängnis verlegt +++Nach den Kämpfen zwischen rivalisierenden Drogengangs in einem brasilianischen Gefängnis mit mindestens 57 Todesopfern sind dutzende beteiligte Häftlinge in andere Gefängnisse verlegt worden. 46 Verdächtige wurden am Dienstag per Bus oder Flugzeug in andere Hafteinrichtungen in der Stadt Belém im Amazonas-Bundesstaat Pará gebracht, wie eine Vertreterin der Gefängnisbehörde des Bundesstaats im Norden Brasiliens der Nachrichtenagentur AFP sagte. Unter ihnen befinden sich demnach auch 16 mutmaßliche Anführer der Auseinandersetzung. Dutzende Tote bei Kämpfen in brasilianischem Gefängnis 20.40Mittlerweile wurden demnach die meisten Leichen aus dem Gefängnis in Altamira geborgen. Die Aufräumarbeiten in der Einrichtung dauerten weiter an. Die Behördenvertreterin kündigte Finanzhilfen für die Hinterbliebenen der Toten an. Mitglieder einer Bande hatten am Montag einen Gefängnistrakt gestürmt und in Brand gesetzt, in dem Angehörige einer rivalisierenden Gang untergebracht waren. Bei den mehrstündigen Auseinandersetzungen wurden mindestens 57 Insassen getötet. 16 von ihnen wurden während der Kämpfe enthauptet. Viele weitere starben vermutlich an Rauchvergiftung.+++ 15.14 Uhr: Mysteriöse Urnendiebstähle beschäftigen Polizei in Frankfurt am Main +++Sechs mysteriöse Urnendiebstähle beschäftigen die Polizei in Frankfurt am Main. Unbekannte öffneten in der vergangenen Woche mehrere Grabplatten auf einem Friedhof im Stadtteil Höchst, um die Urnen zu stehlen, wie die Beamten am Mittwoch mitteilten. Laut einer Sprecherin ist nicht auszuschließen, dass Metalldiebe am Werk waren, denn in den Urnen sei Kupfer verarbeitet. Die Polizei ermittelt wegen Störung der Totenruhe sowie Diebstahls und hofft auf Zeugen.+++ 15.02 Uhr: Gründerin von südkoreanischer Sekte zu Haftstrafe verurteilt +++Die Anführerin einer südkoreanischen Weltuntergangs-Sekte ist wegen der Gefangennahme und Folter von rund 400 Menschen zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Die Frau habe sich unter anderem der Misshandlung, des Betrugs und der Kindesmisshandlung schuldig gemacht, teilte ein Gericht in der südkoreanischen Stadt Anyang mit.     Die Gründerin der Grace Road Church hatte ihre Anhänger demnach vor rund fünf Jahren überzeugt, sich vor angeblich drohenden Katastrophen auf die Fidschi-Inseln zu retten. Dort hatte sie ihnen dann ihre Pässe abgenommen. Zahlreiche Menschen wurden Opfer von Misshandlungen und grausamen religiösen Ritualen. “Die Opfer litten hilflos unter Schlägen und erlebten nicht nur körperliche Folter, sondern auch enorme Angst und einen beträchtlichen mentalen Schock”, erklärte das Gericht.In Südkorea, wo mehr als ein Viertel der Bevölkerung evangelisch oder katholisch ist, gibt es zahlreiche christlich inspirierte Sekten. Erst im Mai war ein Sektenanführer, der sich selbst als Messias bezeichnete, wegen der Vergewaltigung mehrerer Anhängerinnen zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. +++ 14.52 Uhr: Dreijähriger überlebt Sturz aus fünftem Stockwerk in China +++Dank geistesgegenwärtiger Nachbarn hat ein Kleinkind in China einen Sturz aus dem fünften Stockwerk überlebt. Von den Staatsmedien verbreitete Videoaufnahmen zeigen, wie der Dreijährige an der Brüstung eines Balkons in der Stadt Chongqing hängt und versucht, wieder hochzuklettern, bevor er abrutscht und in die Tiefe stürzt. Er landet schließlich auf einer großen weißen Decke, die Augenzeugen aufgespannt hatten.”Ich hab hochgeschaut und gesehen, dass dort ein Kind baumelte. Meine erste Reaktion war, etwas zu suchen um ihn aufzufangen”, berichtete der Augenzeuge Zhu Yanhui dem Fernsehsender CCTV. Zusammen mit anderen habe er die Decke gehalten und den Jungen im Blick behalten. “Mein einziger Gedanke war, ihn zu retten.” Laut Staatsfernsehen blieb der Dreijährige unverletzt. Zum Unglückszeitpunkt war er allein zu Hause, seine Großmutter war Einkaufen.+++ 14.51 Uhr: Polizei in Dresden legt “Verkehrsamt” von Reichsbürgern lahm +++Die Staatsanwaltschaft in Dresden ist gegen zwei sogenannte Reichsbürger vorgegangen, die in der sächsischen Landeshauptstadt ein eigenes “Verkehrsamt” betrieben haben sollen. Dort bekamen die Kunden Autokennzeichen, Zulassungsbescheinigungen, Führerscheine und auch Steuerbescheide, wie die Polizei in Dresden mitteilte. Unklar blieb, wie viele Menschen das verbotene Serviceangebot nutzten. Für die Autos bestand jedenfalls weder Versicherungsschutz noch eine gültige Anmeldung.    Die Ermittlungen gegen die 48 Jahre alte Frau und den 66 Jahre alten Mann lauten auf Anstiftung zum Verstoß gegen die Haftpflichtversicherungspflicht und zur Kraftfahrzeugsteuerhinterziehung. Bei einer Razzia in Räumlichkeiten der beiden in Dresden und Wilthen seien mehr als 50 Aktenordner und diverse Computertechnik beschlagnahmt worden.+++ 14.43 Uhr: ZDF-Journalist Werner Doyé ist tot +++Der langjährige ZDF-Journalist Werner Doyé ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Das teilte der Sender am Nachmittag mit. Werner Doyé ist im Alter von 77 Jahren gestorben
© obs/Renate SchäferDoyé war insgesamt mehr als 30 Jahre lang für das ZDF tätig. Bekannt wurde er durch die Sendungen “Länderspiegel” und “Brief aus der Provinz”. Er leitete das ZDF-Landesstudio Hamburg und war bis zum Jahr 2000 insgesamt mehr als 30 Jahre als Reporter und Redakteur für das ZDF tätig. “Als engagierter Journalist hat sich Werner Doyé um die Berichterstattung über deutsch-deutsche Themen verdient gemacht“, würdigte ZDF-Chefredakteur Peter Frey den verstorbenen.+++ 14.40 Uhr: Tonräder in mehr als 4000 Jahre altem Kindergrab entdeckt +++In Wallerstein in Schwaben haben Archäologen in einem 4000 bis 5000 Jahre alten Kindergrab zwei Miniräder aus Ton entdeckt. “Bis jetzt wurden vergleichbare Miniaturräder aus dieser Zeit selten und immer nur einzeln und ohne näheren funktionalen Zusammenhang in Siedlungen gefunden”, teilte das bayerische Denkmal-Landesamt mit. In Bayern sei es das erste entdeckte Miniatur-Räderpaar aus dieser Zeit. Die Räder mit fünf Zentimetern Durchmesser waren nach den Jahrtausenden so zerbrechlich, dass sie mitsamt der umliegenden Erde geborgen wurden. Nun wird der Fund in einer Restaurierungswerkstatt des Landesamtes zunächst gesichert, bevor dann eine Freilegung und eine genaue Untersuchung der Tonräder erfolgt.”Welchen Zweck diese Räder erfüllen sollten, ist bislang unbekannt”, sagte eine Sprecherin des Denkmalamtes. Die Archäologen glauben, dass es sich nicht um Spielzeug handelte, das dem gestorbenen, etwa sieben Jahre alten Kind ins Grab gelegt wurde. Denkbar sei eher eine symbolische oder kultische Gabe.+++ 14.34 Uhr: Mannschaft sucht vergeblich nach Ehering von Hertha-Profi Leckie +++Die gemeinsame Suche nach dem verlorenen Ehering von Mathew Leckie blieb erfolglos. Der australische Nationalspieler hatte gestern im Trainingslager von Fußball-Bundesligist Hertha BSC das Schmuckstück verloren, heute suchte die ganze Mannschaft auf den Übungsplätzen im österreichischen Stegersbach danach. Doch die beiden Aktionen vor und nach der Einheit brachten nichts, der Ehering des 28-Jährigen bleibt verschwunden. Eine “unschöne Sache” nannte Berlins Trainer Ante Covic den Verlust, sagte nach der gemeinsamen Suche aber auch: “Es ist bemerkenswert, dass wir mit 25 Mann zwei Plätze ablaufen, um Mathews Ring zu finden.”+++ 14.17 Uhr: Polizei in NRW sucht kräftig-mageren Exhibitionisten mit dunklem, weißem Haar +++Mit völlig verschiedenen Täterschreibungen sucht die Polizei einen Exhibitionisten, der zwei über 80-jährige Friedhofsbesucherinnen im nordrhein-westfälischen Bergisch Gladbach überrascht haben soll. Eine 81-jährige Zeugin beschrieb den Mann als 1,80 bis 1,85 Meter groß und kräftig, wie die Polizei mitteilte. Der zweiten Zeugin zufolge war der Täter nur 1,65 Meter groß und von magerer Statur. Laut der ersten Zeugin hatte der Gesuchte dunkles, lichtes Haar und trug ein dunkelblaues Sweatshirt mit Kapuze. Die zweite Zeugin berichtete hingegen von grau-weißen Haaren und einer khakifarbenen Oberbekleidung des Sittentäters.”Nach dem jetzigen Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass es sich nur um einen Täter gehandelt hat”, stellten die Ermittler mit Blick auf die widersprüchlichen Angaben der Zeuginnen klar. Die Polizei hofft nun auf Hinweise, die Licht ins Dunkel des ungewöhnlichen Falls bringen.+++ 14.07 Uhr: Behörden fahnden europaweit nach entflohenem Häftling +++Die Behörden suchen europaweit nach einem Häftling, der nach einem Freigang nicht in ein Gefängnis in Freiburg zurückgekehrt ist. Gegen den Mann liege ein europäischer Haftbefehl vor, sagte ein Polizeisprecher. Damit bittet ein EU-Staat andere Mitgliedstaaten darum, einen Gesuchten festzunehmen und auszuliefern. Der 57-Jährige ist seit mehr als einer Woche auf der Flucht. Eine heiße Spur gebe es derzeit nicht, sagte der Sprecher. Auch seien bislang nur wenige Hinweise eingegangen, diese hätten die Ermittler nicht weitergebracht.Der 57-Jährige verbüßte seit mehr als 20 Jahren eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes und Raubes mit Todesfolge. Der Mann war aber bereits Freigänger und hätte seine Entlassung in diesem Jahr beantragen können. Nach Angaben der Ermittler hatte er im November 1996 eine Boutique in Bad Saulgau bei Sigmaringen überfallen, um an Bargeld zu kommen. Dabei erstach er eine Verkäuferin.+++ 14.05 Uhr: Daimler-Chef Källenius bezieht Stellung gegen rechte Hetze +++Nach Berichten des stern und von “Report Mainz” hat Daimler-Chef Ola Källenius rechte Umtriebe im Stammwerk in Stuttgart scharf kritisiert. “Daimler ist nicht nur ein Innovations- und Jobmotor, sondern auch ein Motor für Integration”, betonte Källenius in einer auf deutsch und englisch veröffentlichten Erklärung. Damit reagierte er auf ein Video der Gruppierung “Zentrum Automobil”, die sich selbst als “unabhängige Gewerkschaft” bezeichnet. Darin wird die Entlassung von zwei Daimler-Beschäftigten als “völlig absurd” bezeichnet. Ihnen wurde bereits 2018 gekündigt, weil sie einem türkischstämmigen Kollegen und Funktionär der IG Metall über Monate hinweg über den Messengerdienst Whatsapp Hitler- und Hakenkreuz-Bilder sowie verächtliche Bilder über Moslems zugesandt hatten.KLAPPEr stern und „Report Mainz“: Streit um Nazi-Postings bei Daimler”In der Regel äußern wir uns nicht zu Kündigungen und laufenden Kündigungsschutzverfahren”, so Källenius. Der Film habe aber Irritationen verursacht. “Im Film kommt es aus Unternehmenssicht zu einer äußerst bedenklichen Verzerrung der Wahrnehmung zwischen Opfern und Tätern.” Källenius erklärte weiter, der Autobauer sei so divers wie seine Kunden. “Deshalb haben Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz bei uns keinen Platz.”+++ 13.55 Uhr: Politiker und Polizist bei Anti-Mafia-Razzia in Italien festgenommen +++Bei einem Schlag gegen die italienische Mafia-Organisation `Ndrangheta hat die Polizei in Süditalien 17 Verdächtige festgenommen. Darunter befänden sich auch hochrangige örtliche Politiker und ein Polizist, teilten die Ermittler mit. Bei der Razzia in der Stadt Reggio Calabria seien außerdem Vermögenswerte von mehreren Millionen Euro beschlagnahmt worden. Zwölf der Verdächtigen seien in Untersuchungshaft. Die restlichen fünf stünden unter Hausarrest, teilte die Polizei mit, darunter auch der Polizeibeamte. Er habe versucht, vertrauliche Informationen an einen Politiker weiterzugeben.Die ‘Ndrangheta, die im südlichen Kalabrien beheimatet ist, gilt als mächtigste Mafia-Organistation Italiens. Sie ist längst auch in anderen Ländern wie Deutschland aktiv. Nach Angaben der Polizei wurden die Ermittlungen im Vorfeld der Razzia auch durch ehemalige Mitglieder der Organisation unterstützt.+++ 13.50 Uhr: 39-jähriger Deutscher soll Frau in Österreich getötet haben +++Ein Deutscher soll im österreichischen Amstetten eine 52 Jahre alte Frau getötet haben. Laut Polizei wurde der 39-Jährige am Montag in einer kleinen Gemeinde zwischen Amstetten und Linz festgenommen. Seine DNA sei am Tatort gefunden worden. Zudem wurde bei ihm das Mobiltelefon des Opfers entdeckt. Die Leiche der 52-Jährigen war am 28. Mai in einem Gebüsch in der Nähe eines Einkaufszentrums gefunden worden. Eine Obduktion ergab, dass die Frau durch stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Hals starb.Die Ermittler hatten nach zahlreichen Zeugenbefragungen eine “verdächtige Person identifiziert”, die sich am Tatort aufgehalten hatte. Da der Mann obdachlos ist, konnte sein Aufenthaltsort zunächst nicht ermittelt werden. Am Montag wurde er in Haag aufgespürt. Er war laut Polizei seit Oktober 2018 arbeitslos, hielt sich seit Mai 2019 in Niederösterreich auf und schlief in seinem Fahrzeug, das er auf öffentlichen Parkplätzen abstellte.+++ 13.40 Uhr: Auch kostenlose Software darf nicht jeder anbieten +++Auch vom Urheber kostenlos angebotene Software darf nicht automatisch auf anderen Plattformen kostenlos bereitgehalten werden. Dadurch werden die Urheberrechte verletzt, wie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe in einem Urteil zur Testversion von Microsoft Office entschied. Microsoft bietet sein Programmpaket Office teils zur Erprobung kostenlos an. Eine solche kostenlose Testversion hatte der Betreiber eines Internetshops auf seiner eigenen Seite und über Ebay angeboten. Auf Klage von Microsoft stellte nun der BGH klar, dass dies unzulässig ist. Das Bereithalten der Office-Programme zum Abruf über die eigene Internetseite sei eine “öffentliche Wiedergabe”. Dadurch werde Microsoft in seinen Urheberrechten verletzt.+++ 13.37 Uhr: 72-jähriger Falschfahrer hält fast eine Stunde lang Autobahnpolizei in Atem +++Lebensgefährliche Irrfahrt in Nordrhein-Westfalen: Ein 72-jähriger Falschfahrer ist am frühen Morgen nacheinander auf drei Autobahnen unterwegs gewesen und hat dabei fast eine Stunde lang Polizisten aus Köln und Düsseldorf in Atem gehalten. Der Mann fuhr laut Polizei von Jülich auf der falschen Spur zunächst über die A44, dann die A61 und zuletzt die A46 bis Neuss-West. Fast zwei Dutzend Notrufe gingen bei der Polizei während der Irrfahrt ein. Letztlich konnte der 72-Jährige aus Wipperfürth bei Neuss-West gestoppt werden. Sichtlich erleichtert sei er in den Streifenwagen gestiegen, hieß es im Polizeibericht. Der Führerschein des Mannes blieb auf der Wache, zudem leiteten die Polizisten ein Strafverfahren ein.+++ 13.22 Uhr: Zweijährige läuft allein in Windeln durch Wiesbaden +++Ganz allein, nur mit einer Windel bekleidet und einem Schnuller im Mund – so ist ein zweijähriges Mädchen durch Wiesbaden gelaufen. Von den Eltern fehlte zunächst jede Spur. Erst im Laufe des Vormittags konnte die 19 Jahre alte Mutter ermittelt werden, wie die Polizei berichtete. Das Kind war am Morgen auf eine Passantin zugelaufen, die sich um das Mädchen kümmerte und die Polizei rief. Mit Lautsprecherdurchsagen suchten die Beamten dann nach Angehörigen, was zunächst keinen Erfolg brachte. Die unverletzte Zweijährige wurde vorübergehend dem Jugendamt übergeben, das das weitere Vorgehen prüft.+++ 13.17 Uhr: Fotograf schießt spektakuläres Foto von Seelöwe in Wal-Maul +++Einem US-Naturfotografen ist durch Zufall das Foto seines Lebens gelungen: Chase Dekker drückte in dem Moment auf den Auslöser, als ein Seelöwe in das Maul eines Buckelwals fiel. “Ich bekomme viele verrückte Sachen zu sehen, aber noch nie so etwas”, sagte der 27-Jährige nach seiner spektakulären Aufnahme vor der Küste des kalifornischen Monterey Bay.Wal Seelöwe Chase DekkerDekker war auf einem Walbeobachtungsausflug, als er eine Gruppe von Buckelwalen beim Fressen bemerkte. Die Tiere machten sich über einen Sardellen-Schwarm her – und der Seelöwe hatte das Pech, nicht rechtzeitig aus dem Weg zu schwimmen. Er fiel in das zum Fressen weit geöffnete Maul des Wales, wie Dekker berichtete, sei aber mit dem Schrecken davongekommen, weil der Wal sein Maul nicht geschlossen habe. “Dieser Seelöwe hatte seinen wahren ‘Jona-Moment'”, schrieb er auf Instagram in Anspielung auf die biblische Erzählung von Jona im Bauch des Wales.+++ 13.08 Uhr: Haftstrafe gegen Betreiber von rechtsextremem Internetportal rechtskräftig +++Der Bundesgerichtshof hat die zweieinhalbjährige Haftstrafe gegen den Betreiber des rechtsextremen Internetportals “Altermedia-Deutschland”, Ralph-Thomas K., bestätigt und damit rechtskräftig gemacht. Der BGH bestätigte auch die Verurteilung von drei mitangeklagten Frauen zu Bewährungsstrafen wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Das Oberlandesgericht Stuttgart hatte den inzwischen 30-jährigen Informatiker K. 2018 der Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie Rädelsführerschaft und Verbreitung volksverhetzender Äußerungen für schuldig befunden.Altermedia NeonaziK. war seit 2012 Administrator von “Altermedia-Deutschland”. Dort wurde massenhaft rechtsextremes und nationalsozialistisches Gedankengut verbreitet sowie volksverhetzende Äußerungen veröffentlicht. Ausländer, Flüchtlinge, Muslime oder Juden seien mit Schädlingen und Schmarotzern gleichgesetzt worden. Zudem sei in dem Portal die Ermordung hunderttausender Juden in Auschwitz geleugnet worden. Die Webseite wurde Anfang 2016 von den Behörden abgeschaltet.+++ 12.55 Uhr: Italien lässt Flüchtlinge von Küstenwachenschiff an Land +++Italiens Innenminister Matteo Salvini will mehr als Hundert gerettete Migranten an Land lassen, die seit Tagen an Bord eines Küstenwachenschiffs ausharren. Deutschland, Portugal, Luxemburg, Frankreich und Irland sowie einige kirchliche Strukturen in Italien hätten sich bereit erklärt, die Menschen aufzunehmen, teilte Salvini auf Facebook mit: “Problem gelöst.” Auf EU-Ebene kann davon nicht die Rede sein: In den vergangenen Monaten ist es fast zur Regel geworden, dass gerettete Migranten erst in Italien an Land gehen dürfen, wenn sich andere Länder nach teils langwierigen Verhandlungen für ihre Aufnahme bereit erklären. Eine langfristige Lösung für die Verteilung von Bootsflüchtlingen ist nicht in Sicht.+++ 12.52 Uhr: Piloten der British Airways dürfen streiken +++Piloten der britischen Fluggesellschaft British Airways dürfen streiken. Das hat  ein Gericht in London entschieden. In einer Abstimmung hatten sich die Piloten der Airline mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf ausgesprochen. Seit Monaten stecken die Parteien in einem Streit um Gehälter und eine Gewinnbeteiligung. Ein Streik könnte die Fluggesellschaft pro Tag bis zu 40 Millionen britische Pfund (knapp 44 Millionen Euro) kosten, wie das Unternehmen zu dem Fall mitgeteilt hatte.Deutsche Bank Geldwäsche_12.45+++ 12.50 Uhr: Kabinett beschließt schärferes Vorgehen gegen Geldwäsche +++Die Bundesregierung verschärft den Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Das Kabinett hat dazu einen Gesetzentwurf verabschiedet, der strengere Regeln unter anderem für Immobilienmakler, Edelmetallhändler und Auktionshäuser vorsieht. Die Anti-Geldwäsche-Einheit des Bundes soll mehr Kompetenzen erhalten. “Kriminelle nutzen Geldwäsche, um aus schweren – oft organisierten – Straftaten erzielte Einnahmen vor dem Zugriff des Staates zu verstecken. Teilweise werden aus diesen Vermögen dann auch terroristische Straftaten finanziert”, hieß es in einer Mitteilung des Bundesfinanzministeriums. Die Bundesregierung setzt mit dem Gesetz eine EU-Richtlinie gegen Geldwäsche um.+++ 12.19 Uhr: Israel erteilt Baugenehmigung für palästinensische Häuser im Westjordanland +++Das israelische Sicherheitskabinett hat dem Bau hunderter palästinensischer Häuser im besetzten Westjordanland zugestimmt. Die Kabinettsmitglieder hätten sich einstimmig dafür ausgesprochen, erklärte ein israelischer Regierungsvertreter am Mittwoch. Die Pläne, die am Dienstag bekannt geworden waren, sehen den Bau von 700 Unterkünften für Palästinenser sowie 6000 neue Unterkünfte für jüdische Siedler in der von Israel kontrollierten Zone C des Westjordanlands vor. Unklar blieb, ob die Häuser neu gebaut werden sollen oder ob bereits errichtete Gebäude nachträglich genehmigt werden.In jüngster Zeit hatte vor allem der Abriss palästinensischer Häuser durch die israelische Armee international Kritik ausgelöst. Beobachter sehen in dem Vorhaben einen Versuch von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, mit Blick auf den US-Friedensplan für den Nahen Osten guten Willen zu zeigen. In wenigen Tagen wird der US-Nahostbeauftragte Jared Kushner in Israel erwartet.+++ 12.18 Uhr: Mallorca: Mann steckt Frau Finger in den Hals – Polizist rettet sie vor Erstickungstod +++Ein kurioser Fall hat bereits am Montag für Aufregung am Flughafen in Palma de Mallorca gesorgt. Wie das “Mallorca Magazin” und die “Mallorca Zeitung” berichten, litt eine Frau im Abfertigungsbereich an Atemnot. Sie kollabierte wenig später. Ihr Begleiter zögerte nicht lange und steckte der 31-Jährigen einen Finger in den Hals – offenbar, um das Weiteratmen zu ermöglichen.Doch die Frau biss zu – wahrscheinlich ein Reflex. Der Mann blieb mit seinem Finger im Mund der Bewusstlosen stecken, sie drohte zu ersticken. Einem mittlerweile hinzugerufenen Polizisten gelang es schließlich, eine Taschenlampe in die Mundöffnung der Frau zu schieben, sodass ihr Begleiter seinen mittlerweile blutigen Finger herausziehen konnte. Die 31-Jährige war den Berichten zufolge bereits blau angelaufen. Sie kam in ein Krankenhaus.+++ 12.03 Uhr: Rabbiner in Berlin beschimpft und bespuckt +++In Berlin hat es einen antisemitischen Übergriff auf einen Rabbiner gegeben. Dabei wurde Yehuda Teichtal, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, von zwei Männern auf Arabisch beschimpft und bespuckt, wie die Jüdische Gemeinde am Mittwoch mitteilte. Teichtal sei bei dem Vorfall am vergangenen Wochenende in Begleitung eines seiner Kinder gewesen. Zuvor hatte der Rabbiner in einer nahen Synagoge im Bezirk Wilmersdorf einen Gottesdienst geleitet. Nach einer Anzeige ermittle nun die Polizei. “Wir müssen leider feststellen, dass die Aggressionen gegen Juden sowohl auf den Schulhöfen als auch auf den Straßen Berlins ein Eigenleben entwickelt haben”, sagte Teichtal den Angaben zufolge zu dem Vorfall. “Ich bleibe aber weiterhin überzeugt: Die meisten Menschen in Berlin wollen diese Aggression gegen Juden als traurigen Bestandteil des jüdischen Alltags nicht hinnehmen.”+++ 11.53 Uhr: Weil sie Katzen fütterte: 79-jährige Amerikanerin muss ins Gefängnis +++Weil sie wiederholt unerlaubt streunende Katzen gefüttert hat, muss eine 79-jährige Frau aus dem US-Bundesstaat Ohio für zehn Tage ins Gefängnis. Es sei bereits das vierte Mal, dass die Witwe aus der Stadt Garfield Heights für einen Verstoß gegen das Verbot belangt werde, berichtete die Nachrichtenseite cleveland.com. Zuvor habe die Frau demnach bereits mehr als 2000 Dollar (etwa 1790 Euro) Strafe bezahlt. Katze schläft auf Gesicht 21.30Sie vermisse ihre eigenen Katzen, die vor zwei Jahren gestorben waren, zitierte die Website die Seniorin. Deshalb habe sie begonnen, die Streuner in ihrem Viertel zu füttern. Mittlerweile seien es sechs bis acht erwachsene Katzen und deren Nachwuchs, die regelmäßig vor ihrem Haus auf Futter warteten.Das Füttern streunender Tiere ist in Garfield Heights eine Ordnungswidrigkeit. Weil die Frau mehrmals bewusst gegen das Verbot verstoßen habe, müsse sie ab dem 11. August eine Gefängnisstrafe antreten, berichtete die Nachrichtenseite. Nach den Wellen, die der Fall schlug, werde das Urteil zuvor aber erneut geprüft.+++ 11.16 Uhr: Sea-Eye rettet 40 Migranten vor Libyen +++Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat im Mittelmeer vor Libyen 40 Migranten von einem Schlauchboot gerettet. Der Rettungseinsatz habe am frühen Mittwochmorgen rund 30 Meilen von der Küste entfernt stattgefunden, sagte Sea-Eye-Sprecher Gorden Isler der Deutschen Presse-Agentur in Rom. Unter den Geretteten auf dem Schiff “Alan Kurdi” seien nun zwei Frauen, von denen eine schwanger sei, ein Baby und zwei Kleinkinder. Italien gesetzesverschärfung 16.03Die Menschen hätten angegeben, in der Nacht aus der libyschen Stadt Tagiura östlich von Tripolis abgefahren zu sein. Die Migranten kommen nach Angaben von Sea-Eye aus Nigeria, der Elfenbeinküste, Ghana, Mali, dem Kongo und Kamerun. “Wir werden die zuständigen Behörden bitten, uns einen sicheren Hafen zuzuweisen”, sagte Isler. “Geografisch ist Lampedusa der nächste sichere Ort. In den kommenden Stunden wird sich zeigen, wie es weitergeht.”Italien und Malta haben Hilfsorganisationen in der Vergangenheit immer wieder das Anlegen verwehrt. Besonders die Regierung in Rom geht hart gegen die privaten Seenotretter vor. Ihnen drohen Strafen, wenn sie unerlaubt in italienische Gewässer fahren.+++ 11.15 Uhr: Erdbeben erschüttert griechische Ferieninsel Kreta +++Die griechische Ferieninsel Kreta ist am Mittwoch von einem Erdbeben der Stärke 5,2 erschüttert worden. Das Epizentrum lag 23 Kilometer vor der Hauptstadt Heraklion, wie die Erdbebenwarte in Athen mitteilte. Nach ersten Angaben gab es weder Opfer noch größere Schäden. 19-Griechenland von Erdbeben der Stärke 5,1 getroffen-6061690604001Der Erdstoß habe sich am frühen Morgen um 4.40 Uhr in einer Tiefe von fast 70 Kilometern ereignet, sagte ein Seismologe der Erdbebenwarte der Nachrichtenagentur AFP. Die Erschütterungen waren noch auf den Nachbarinseln im ägäischen Meer spürbar. Auch von dort wurden zunächst keine größeren Schäden gemeldet. Wegen der Bewegung tektonischer Platten kommt es in der Mittelmeerregion immer wieder zu Erdbeben. Vor zwei Wochen hatte ein Beben der Stärke 5,1 die griechische Hauptstadt Athen erschüttert, ein Mensch wurde leicht verletzt.+++ 11.05 Uhr: Nach Tötung von Demonstranten im Sudan: Schulen geschlossen +++Nach der Tötung von vier Schülern und einem Erwachsenen bei einem Protest im Sudan hat die Militärführung des Landes alle Schulen geschlossen. Es seien Anweisungen gegeben worden, alle Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen bis auf weiteres zu schließen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Suna den führenden Militärrat am Dienstagabend. Am Mittwoch blieben die Schulen in dem Land im Nordosten Afrikas dann weitgehend geschlossen. 05-Militär und Opposition im Sudan einigen sich auf Übergangszeit-6055716594001Im Sudan im Nordosten Afrikas haben die politischen Spannungen jüngst zugenommen. Seit Langzeit-Präsident Omar al-Baschir im April vom Militär gestürzt wurde, ringen die Streitkräfte und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung. Eigentlich hatten beide Seiten Anfang des Monats eine Einigung erzielt. Dennoch kommt es immer wieder zu Protesten in verschiedenen Städten des Sudans. Demonstranten hatten am Montag in der Stadt Obeid in der Provinz Nord-Kordofan eine rasche Machtübergabe an eine zivile Regierung gefordert. Dabei wurden vier Schüler und ein Erwachsener von Scharfschützen getötet, wie ein Ärzteverband berichtete. Der Chef des Militärrats bezeichnete den Vorfall in Obeid laut Suna als “bedauerlich” und “inakzeptabel”. Wer für die Tötungen am Montag verantwortlich ist, war zunächst unklar, allerdings werden die Schnellen Einsatztruppen (RSF) dahinter vermutet. +++ 11.04 Uhr: Vermisster 76-Jähriger nach zwei Tagen aus Waldgebiet in Niedersachsen gerettet +++Nach zwei Tagen haben Rettungskräfte einen vermissten 76-Jährigen in einem ausgedehnten Wald- und Moorgebiet bei Hannover in Niedersachsen gefunden. Der unter anderem an Demenz erkrankte Rentner war nach Angaben der Polizei Hannover am Sonntagmorgen zu einer Radtour aufgebrochen und seitdem verschwunden. Erst am Dienstagabend gelang es, den Vermissten mit Spür- und Rettungshunden zu finden.Vorausgegangen war der Hinweis einer Zeugin, die sich erinnerte, den Mann am Sonntag bei der Gemeinde Negenborn gesehen zu haben. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte, wurde das Suchgebiet entsprechend angepasst. Der Gesuchte lag demnach im Wald, sein Fahrrad wurde noch nicht gefunden. Der Sprecher sprach von einer “glücklichen Fügung”. Der Mann habe bei den derzeit herrschenden hochsommerlichen Temperaturen nur eine Flasche Wasser dabei gehabt. Zudem habe der Fundort bereits am äußeren Rand des Suchgebiets gelegen. Der Mann kam zur Behandlung in ein Krankenhaus, die Polizei sprach von leichten Verletzungen. +++ 10.42 Uhr: Erneut Journalist in Mexiko getötet +++In Mexiko ist erneut ein Journalist getötet worden. Die Leiche von Rogelio Barragán, der das Internetportal “Guerrero Al Instante” geleitet hatte, wurde am Dienstag im Kofferraum eines verlassenen Autos gefunden, wie die Staatsanwaltschaft im zentralmexikanischen Bundesstaat Morelos mitteilte. Er hatte demnach Verletzungen im Gesicht und am Kopf. Die Organisation Reporter ohne Grenzen kündigte eigene Untersuchungen an, um “sicherzugehen”, ob Barragáns Ermordung mit seiner journalistischen Arbeit zu tun hatte.Es war bereits der siebte Journalistenmord in Mexiko seit Jahresbeginn. Reporter ohne Grenzen stuft Mexiko als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten ein – nach den Kriegsländern Syrien und Afghanistan. Seit dem Jahr 2000 wurden mehr als hundert Journalisten ermordet, allein zehn im vergangenen Jahr. Die Täter werden in den meisten Fällen nie gefunden und bestraft.+++ 10.41 Uhr: Iran streicht vier Nullen bei Landeswährung +++ Nach starkem Wertverlust der iranischen Landeswährung Rial will die Regierung vier Nullen streichen. Das gab Regierungssprecher Ali Rabiei nach der Kabinettssitzung am Mittwoch in Teheran bekannt. Die geplante Maßnahme soll zumindest eine positive psychologische Wirkung auf den Markt haben. Viele Iraner müssen allein für einen einfachen Einkauf im Supermarkt derzeit mehr als eine Million Rial bezahlen. Außerdem sei die Streichung notwendig für die Umsetzung der Bankreformen im Land, hieß es.Der Iran steckt wegen der von den USA verhängten Sanktionen in einer akuten Währungskrise. Der Rial hat zuletzt stark an Wert verloren, die Inflationsrate stieg drastisch. Die Währung soll zudem bald wieder Toman heißen. Der Toman galt bis 1925 als die nationale Währung, bevor er vom Rial ersetzt wurde. Die Iraner selbst benutzen seit Jahrzehnten nur den Begriff Toman, weil auch die Umrechnung sehr einfach war: 1 Toman entspricht 10 Rial.+++ 10.29 Uhr: SPD hat “notorisch schlechte Laune” – Vorsitzbewerber Roth übt scharfe Kritik an Partei +++Der Bewerber für den SPD-Parteivorsitz, Michael Roth, sieht seine Partei in einer desolaten Verfassung. Auf die Frage nach dem derzeit größten Problem der SPD sagte er der Zeitung “Welt”: “Ihre Verzagtheit. Ihr unterirdischer Umgang untereinander. Ihr mangelndes Selbstbewusstsein.” SPD-Kandidaten-Check_1215Roth bescheinigte den Sozialdemokraten zudem “notorisch schlechte Laune”. Auch ihre “ständige Selbstbeschäftigung und ihren Hang, den eigenen Leuten tiefe Wunden beizufügen”, müsse sie aufgeben. Dann werde die SPD “wieder zu einer wunderbaren Partei”, sagte der 48-Jährige, der sich mit der nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Christina Kampmann als Spitzenduo für den SPD-Vorsitz beworben hat.+++ 10.21 Uhr: Bei jeder dritten Lkw-Kontrolle werden Gesetzesverstöße festgestellt +++Bei einem Drittel der behördlichen Kontrollen von Lastwagen sind im vergangenen Jahr Gesetzesverstöße festgestellt worden. Das berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter Berufung auf die Antwort der Regierung auf einen Anfrage der Grünenfraktion im Bundestag. Demnach kontrollierte das Bundesamts für Güterverkehr 2018 rund 554.500 Lastwagen. Dabei entdeckten die Prüfer bei etwa 180.400 Fahrzeugen Regelverstöße.Lkw XXLIn den meisten Fällen ging es um Übertretungen etwa bei Lenk- und Ruhezeiten. Darauf entfielen rund 128.000 Beanstandungen. Dazu kamen rund 33.000 Verstöße gegen das Straßenverkehrsrecht und etwa 3200 Verstöße gegen das Güterkraftverkehrsrecht, das etwa das zulässige Ladungsgewicht regelt. Die Grünen forderten die Regierung auf, die Kontrolldichte bei den Lastwagen zu erhöhen.+++ 10.13 Uhr: Schülerin seit fast 13 Jahren vermisst – Mordprozess unterbrochen +++Unter großem öffentlichen Interesse hat am Berliner Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der Schülerin Georgine Krüger begonnen. Das Mädchen aus Berlin wird seit knapp 13 Jahren vermisst. Seine Leiche wurde nie gefunden. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass der 44-Jährige die Schülerin im September 2006 auf dem Heimweg von der Schule abpasste und in einen Keller seiner Wohnung in Berlin-Moabit lockte. Dort soll er die damals 14-Jährige bewusstlos geschlagen, vergewaltigt und erwürgt haben. Vermisste Schülerin Georgine Krüger – Polizei fasst Verdächtigen 14.30Das rätselhafte Verschwinden von Georgine war über Jahre einer der bekanntesten Vermisstenfälle in Deutschland. Erst 2017 kamen Kriminalisten durch verdeckte Ermittlungen und Funkzellenauswertungen auf den Verdächtigen. Der Familienvater aus der Nachbarschaft war bereits 2013 wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der deutsche Angeklagte mit türkischen Wurzeln, der in derselben Straße wie das Opfer wohnte, sitzt seit Dezember 2018 in Untersuchungshaft.Der Prozess wurde jedoch kurz nach dem Start wieder unterbrochen. Die Verteidigung rügte die Besetzung des Gerichts. Die Fortsetzung ist nun für den 7. August geplant.+++ 9.58 Uhr: Zahl der Arbeitslosen wegen Sommerpause leicht gestiegen +++Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat sich im Juli auf 2,275 Millionen erhöht. Das waren 59.000 Arbeitslose mehr als  im Juni und 49.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Juli typisch, weil viele bisherige Schüler sich nach ihrem Abschluss arbeitslos melden und viele Firmen in Sommerpause sind. Allerdings macht sich auch die nachlassende Konjunktur bemerkbar. So wurde die Nachfrage nach Arbeitskräften laut BA merklich schwächer, die Zahl der freien Stellen lag mit 799.000 um 24.000 unter der des Juli 2018.+++ 9.56 Uhr: Zu lauter Sex – Nachbarschaftsstreit in Thüringen eskaliert +++Mit lautem Sex hat ein Paar in Rudolstadt in Thüringen einen Nachbarschaftsstreit inklusive Handgreiflichkeiten provoziert. Ein 69-Jähriger und seine Ehefrau fühlten sich gestern Abend durch laute Stöhngeräusche und Bettquietschen aus der Wohnung über ihnen gestört, wie die Polizei heute mitteilte. Da niemand auf Klingeln oder Klopfen an der Tür reagierte, griff das Paar zu Besen und Fleischklopfer und schlug damit von unten an die Zimmerdecke. Die 36-jährige Obermieterin sei daraufhin nach unten zum Ehepaar gekommen, wo es zu einem Handgemenge gekommen sei, erklärte die Polizei. Dabei habe der 69-Jährige die 36-Jährige am Hals gepackt und gestoßen, wodurch sie leichte Rötungen am Hals erlitten habe. Die Frau soll dem 69-Jährigen daraufhin mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ein blaues Auge und eine blutende Nase verpasst haben. Er wurde in einem Krankenhaus untersucht. Die Polizei nahm Anzeigen wegen des Verdachts der Körperverletzung auf.+++ 9.51 Uhr: 37-Jähriger in Sachsen geht mit Kettensäge auf Familie los +++Mit einer Kettensäge ist ein 37-Jähriger in Sachsen auf seine Familie losgegangen. Wie die Polizei in Zwickau mitteilte, kam es in Steinberg im Vogtlandkreis gestern Abend zu einem Streit zwischen mehreren Familienmitgliedern. Der Mann lief in dessen Verlauf mit der Kettensäge auf seine Verwandten zu. Der Motor lief zwar, doch die Kettenbremse war aktiviert. Verletzt wurde niemand, der Mann konnte überwältigt werden. Ein Atemalkoholtest ergab 2,4 Promille.+++ 8.57 Uhr: Öffentliche Schulden deutlich gesunken +++Die öffentlichen Schulden sind im vergangenen Jahr weiter gesunken: Die Schuldenlast von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen nahm um 52,5 Milliarden Euro ab – ein Minus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt summierten sich die öffentlichen Schulden bei privaten Banken oder Unternehmen aber immer noch auf 1916,6 Milliarden Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag damit bei 23.124 Euro. Alle Bereiche des öffentlichen Gesamthaushalts haben demnach zum Schuldenabbau beigetragen.Auf den ersten Blick seien die Zahlen positiv, erklärte Sebastian Dullien von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf. Doch “der Rückgang der Verschuldung ist durch schwache öffentliche Investitionen erkauft”. Die öffentlichen Investitionen blieben seit fast 20 Jahren hinter dem Bedarf zurück. +++ 8.51 Uhr: Angeklagter im Lüdge-Prozess vorläufig verhandlungsunfähig +++Der Prozess um den hundertfachen Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde kommt ins Stocken: Der Angeklagte Andreas V. (56) ist nach Gerichtsangaben ernsthaft erkrankt und vorläufig verhandlungsunfähig. Beim für morgen angesetzten Prozesstermin wird daher nur gegen den zweiten Angeklagten Mario S. (34) verhandelt, das Verfahren um Andreas V. wird zunächst abgetrennt. Damit der Prozess nicht komplett platzt, wird es am Freitag laut Gericht einen sogenannten Schiebetermin geben, bei dem wenige Minuten verhandelt werden soll. Wie ein Gerichtssprecher sagte, hat der Verteidiger von Andreas V. zugesagt, dass sein Mandant gegebenenfalls auch gegen ärztlichen Rat erscheinen werde. Der Hintergrund: Die Verhandlung darf nicht länger als drei Wochen pausieren.Das Gericht will ab 15. August wie geplant weiter verhandeln. Sollte Andreas V. bis dahin genesen sein, könnte sein Verfahren wieder mit dem von Mario S. zusammen gelegt werden. Das Urteil gegen die beiden soll eigentlich spätestens Ende August fallen.Ein Albtraum – die Chronik Missbrauchsskandal in Lüdge 20.15+++ 8.41 Uhr: Indischer “Kaffee-König” tot aufgefunden +++Nach einer großangelegten Suche ist der vermisste indische Kaffeemagnat V.G. Siddhartha tot aufgefunden worden. Ein Fischer habe die Leiche des seit Montag vermissten Milliardärs am Ufer des Nethravathi-Flusses im Süden Indiens entdeckt, teilte die Polizei mit. Eine Obduktion soll nun Klarheit über die Todesursache bringen. Die Polizei schließt einen Suizid nicht aus. Indischen Medienberichten zufolge litt der 57-Jährige seit Steuerrazzien in mehreren Büros seines Kaffee-Imperiums vor zwei Jahren an Depressionen. Der Besitzer der indischen Kaffeehauskette Café Coffee Day war zuletzt am Montagabend auf einer Brücke nahe der Stadt Mangaluru im Bundesstaat Karnataka gesehen worden. Als er nicht zurückkehrte, alarmierte sein Fahrer die Polizei. Diese suchte seitdem mit einem Großaufgebot nach Siddhartha, der einer der reichsten Männer Indiens war.+++ 8.30 Uhr: Anklage gegen Ex-Audi-Chef Stadler wegen Dieselskandals erhoben +++Dem früheren Audi-Chef Rupert Stadler werden Betrug, Falschbeurkundung und strafbare Werbung vorgeworfen
© Sebastian GollnowIm Dieselskandal ist Anklage gegen den früheren Audi-Chef Rupert Stadler sowie drei weitere Beschuldigte erhoben worden. Ihnen werden Betrug, Falschbeurkundung sowie strafbare Werbung vorgeworfen, wie die Münchner Staatsanwaltschaft mitteilte. Stadler soll unter anderem dafür mitverantwortlich sein, dass Audi noch lange nach Bekanntwerden der Abgasaffäre Dieselfahrzeuge mit manipulierten Abgaswerten in Europa verkauft hat.+++ 8.08 Uhr: Badegäste retten Dreijährige aus See +++Badegäste haben in Hessen einem dreijährigen Mädchen aus Sachsen-Anhalt das Leben gerettet. Das Kind trieb gestern Nachmittag leblos im Gederner See in Mittelhessen am Rand eines Schwimmbereichs, wie die Polizei heute mitteilte. Badegäste entdeckten das Mädchen, zogen es an Land und belebten es wieder. Rettungskräfte übernahmen die weitere Versorgung der Dreijährigen und brachten sie mit einem Hubschrauber in eine Klinik.Wie es zu dem Notfall kommen konnte, wollen die Ermittler mit Hilfe von Zeugen klären. “Es besteht der Verdacht, dass das Kind unbeaufsichtigt mit weiteren Kindern am See spielte.” Wo die Eltern währenddessen waren, ist unklar.+++ 7.23 Uhr: Rapperin Cardi B sagt wegen Sicherheitsbedenken Auftritt ab +++Star-Rapperin Cardi B hat ein geplantes Konzert in Indianapolis wegen Sicherheitsbedenken kurzfristig abgesagt. “Ich war schon am Veranstaltungsort und habe sogar einen neuen Tanzschritt geprobt, den ich in der Show vorführen wollte”, schrieb die 26-Jährige auf Twitter. Die Polizei sprach von einer “unbestätigten Bedrohung der Künstlerin”. Die Fans in der Halle seien zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Der Gig soll im September nachgeholt werden. Die Musikerin (“Bodak Yellow”) hatte in diesem Jahr bereits mehrere Auftritte abgesagt, weil sie unter den Folgen eines kosmetischen Eingriffs litt. “Cardi war übereifrig und wollte schnell wieder arbeiten. Sie hat sich nicht die nötige Zeit gelassen, sich komplett von ihrer Operation zu erholen”, teilte ihr Management damals mit.+++ 7.09 Uhr: Mehr als 30 Tote bei Bombenanschlag in Afghanistan +++Bei der Explosion einer Bombe am Straßenrand sind in der westafghanischen Provinz Farah mindestens 34 Zivilisten getötet worden. 17 weitere seien verletzt worden, als ein Reisebus auf den Sprengsatz auffuhr, sagte ein Sprecher des Gouverneurs von Herat. Die Zahl der Opfer könne noch steigen. Die selbstgebauten Bomben werden häufig von radikalislamischen Taliban-Terroristen gelegt, um Truppenbewegungen der afghanischen Sicherheitskräfte anzugreifen oder zu behindern.In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind in Afghanistan nach UN-Angaben fast 1400 Zivilisten getötet und weitere fast 2500 verletzt worden. Täglich sterben Dutzende Sicherheitskräfte und Taliban-Kämpfer bei Gefechten. Seit Jahresbeginn sind zudem 200.000 Menschen innerhalb des Landes vor Kämpfen auf der Flucht.+++ 5.59 Uhr: Abschiebeflug aus Deutschland in Kabul eingetroffen +++In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist am Morgen ein weiterer Flug aus Deutschland mit abgeschobenen Menschen eingetroffen. Beamte am Flughafen teilten mit, die Maschine sei mit rund 45 abgeschobenen Afghanen an Bord kurz vor 8 Uhr Ortszeit gelandet. Es war die 26. Sammelabschiebung seit dem ersten Flug im Dezember 2016. Bei den bisherigen 25 Abschiebungen hatten Bund und Länder 600 Männer nach Afghanistan zurückgebracht.Abschiebungen nach Afghanistan sind umstritten, da Kritiker darauf hinweisen, dass die Sicherheitslage dort weiter angespannt ist. Der Krieg gegen die radikalislamischen Taliban und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) fordert täglich Opfer. Insgesamt starben einem UN-Bericht zufolge von Januar bis Ende Juni 1366 Zivilisten in dem Konflikt, 2446 wurden verletzt. Das waren 27 Prozent weniger Opfer als im gleichen Vorjahreszeitraum.+++ 4.53 Uhr: Hitzige TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber +++Beim TV-Duell der demokratischen Präsidentschaftsbewerber in den USA haben sich zehn der Kandidaten einen intensiven Schlagabtausch geliefert. Dabei wurden auch die inhaltlichen Unterschiede zwischen den sehr linken und den eher moderaten Kandidaten deutlich. Auf persönliche Angriffe schienen die Kandidaten bewusst zu verzichten. “Ich weiß, wie man kämpft – und ich weiß, wie man gewinnt”, versprach Senatorin Elizabeth Warren (70), die zu den Favoriten zählt. Sie werde sich mit Konzernen und Lobbyisten anlegen, um das Leben der Bürger im Land zu verbessern. Der unabhängige Senator Bernie Sanders (77) warb für die von ihm vorgeschlagene universelle Krankenversicherung und forderte “super-aggressives” Handeln, um den Klimawandel zu bremsen. Der aufstrebende Bürgermeister Pete Buttigieg (37) gab sich als gemäßigter und pragmatischer Kandidat.Angesichts des großen Bewerberfeldes bei den Demokraten sind für die TV-Debatte zwei Abende angesetzt mit jeweils zehn Bewerbern. Kommende Nacht folgt die zweite Runde: Dann werden unter anderen Ex-Vizepräsident Joe Biden und die Senatorin Kamala Harris aufeinandertreffen, deren Duell nach der ersten großen Debatte Ende Juni viel Aufmerksamkeit erhalten hatte.+++ 4.49 Uhr: 130 Gefangene in Kairo seit sechs Wochen im Hungerstreik +++In Kairo sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International 130 Gefangenen seit sechs Wochen im Hungerstreik. Die Insassen des Tora-Gefängnisses protestierten gegen ihre Haftbedingungen und forderten, dass Besuche ihrer Angehörigen und Anwälte erlaubt würden, teilte Amnesty mit. Aufseher würden versuchen, den Hungerstreik mit Elektroschocks, Schlägen und Isolationshaft zu brechen. Sicherheitskräfte hätten teilweise Tränengas eingesetzt, sagte Amnestys Ägypten-Experte Hussein Baoumi der Deutschen Presse-Agentur. Die Zustände in dem Hochsicherheitsgefängnis sind nach Darstellung der Londoner Organisation unmenschlich. Gefangene seien in überfüllten und schlecht belüfteten Zellen untergebracht, wo im Sommer Temperaturen über 40 Grad Celsius herrschten. Angemessene ärztliche Betreuung würde ihnen verweigert. Die Mehrzahl der Gefangenen im Hungerstreik sei nach der Festnahme bis zu 155 Tage verschwunden, bevor die Behörden ihre Inhaftierung zugegeben hätten, hieß es.+++ 4.09 Uhr: US-Schauspieler Cameron Boyce starb nach Epilepsieanfall +++Der US-amerikanische Schauspieler Cameron Boyce, bekannt aus der Disney-Serie “Jessie”, ist an den Folgen eines epileptischen Anfalls gestorben. Das gab die Gerichtsmedizin in Los Angeles bekannt. Der 20-Jährige war am 6. Juli leblos in seiner Wohnung in Hollywood aufgefunden worden. Der Tod durch den Epilepsieanfall sei “plötzlich” und “unerwartet” gewesen, heißt es in dem Autopsiebericht. Die Familie von Boyce sprach im Juli davon, dass der Nachwuchsschauspieler an einer “anhaltenden Erkrankung” gelitten habe und im Schlaf gestorben sei.21: Neuer Post: So trauert seine Mutter um ihn – spoton_article_725499Boyce hatte seinen Debüt-Auftritt mit neun Jahren im Horrorfilm “Mirrors”. Er spielte auch in “Kindsköpfe” und “Kindsköpfe 2” neben Adam Sandler. Bekannt wurde er vor allem als Luke Ross in der Disney-Serie “Jessie”, die zwischen 2011 und 2015 in den USA gezeigt wurde.+++ 2.44 Uhr: Kalifornien will Trump per Gesetz zu Offenlegung von Steuererklärungen zwingen +++Mit einem neuen Wahlgesetz will der US-Bundesstaat Kalifornien eine Veröffentlichung der Steuererklärungen von Präsident Donald Trump erzwingen. Das vom demokratischen Gouverneur Gavin Newsom unterzeichnete Gesetz schreibt vor, dass die Kandidaten einer Präsidentschaftsvorwahl ihre Steuererklärungen offenlegen müssen, um auf den Wahllisten in dem Bundesstaat aufgeführt zu werden. Allerdings gilt es als unwahrscheinlich, dass Trumps Republikaner für die Präsidentschaftswahl 2020 Vorwahlen abhalten werden.Trumps Wahlkampfteam bezeichnete das neue kalifornische Gesetz als Verstoß gegen die Verfassung. Kommunikationsdirektor Tim Murtaugh erklärte gegenüber der Zeitung “LA Times”, die Verfassung stelle klar, wer für das Präsidentenamt kandidieren könne. Die Bundesstaaten hätten nicht das Recht, zusätzliche Anforderungen zu stellen.+++ 1.29 Uhr: Trump schickt wegen Asap Rocky Experten für Geiselnahmen nach Schweden +++Im Fall des inhaftierten US-Rappers Asap Rocky hat Washington einen ranghohen Experten für Geiselnahmen nach Schweden geschickt. Botschafter Robert O’Brien reise auf Verlangen des Weißen Hauses, teilte das Außenministerium mit. Die schwedische Nachrichtenagentur TT hatte zuvor berichtet, O’Brien habe dem Auftakt der Gerichtsverhandlung in Stockholm beigewohnt. Er ist Sondergesandter von Donald Trump für Geiselnahmen, wie es auf der Webseite des Außenministeriums heißt. Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, kommentierte O’Briens Einsatz auf Twitter mit den Worten “der Druck steigt”.Der Fall hat international Aufmerksamkeit erregt, weil Trump sich mehrfach für den Rapper eingesetzt hat. In einem Telefonat mit Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven etwa forderte er die Freilassung des 19-Jährigen, der mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers heißt. Asap Rocky und zwei seiner Begleiter sollen Ende Juni in der Stockholm einen 19-Jährigen zusammengeschlagen haben. Der Anwalt des Rappers erklärte, sein Mandant habe in Notwehr gehandelt.+++ 0.37 Uhr: Hunderte Migrantenkinder laut US-Bürgerrechtlern von Eltern getrennt  +++US-Behörden haben nach Angaben von Bürgerrechtlern mehr als 900 Migrantenkinder von ihren Eltern getrennt, seit ein Gericht die umstrittene Praxis im Juni vergangenen Jahres untersagt hat. Die Bürgerrechtsbewegung ACLU rief deswegen das Bundesgericht in San Diego an, das die Verfügung vor gut einem Jahr erlassen hatte, um die Trennung von Kindern von ihren Familien bei der illegalen Einreise aus Mexiko zu stoppen. ACLU-Anwalt Lee Gelernt sagte: “Es ist schockierend, dass die Trump-Regierung weiterhin Eltern ihre Babys wegnimmt.” Die Regierung von US-Präsident Donald Trump umgehe damit die Anordnung des Gerichts.Die Regierung argumentiert ACLU-Angaben zufolge, dass die Behörden nach der Verfügung unter bestimmten Bedingungen befugt seien, Kinder von ihren Eltern zu trennen: nämlich dann, wenn die Eltern vorbestraft sind, ihren elterlichen Pflichten nicht nachkommen oder eine Gefahr für das Kind darstellen. Die ACLU wirft der Regierung vor, Kinder systematisch von ihren Eltern zu trennen und als Vorwand minderschwere Delikte der Eltern wie Verstöße gegen Verkehrsregeln oder angebliche Zweifel an den Fähigkeiten der Eltern ins Feld zu führen.+++ 0.17 Uhr: Nordkorea soll erneut Raketen getestet haben +++Das nordkoreanische Militär hat am frühen Morgen (Ortszeit) nach südkoreanischen Angaben erneut mehrere Raketen abgefeuert. Laut dem südkoreanischen Generalstab sei eine Reihe von nicht näher identifizierten Raketen von der Halbinsel Hodo an der Ostküste des Landes abgefeuert worden, berichtete die Agentur Yonhap. Erst vor wenigen Tagen hatte das nordkoreanische Militär zwei Kurzstreckenraketen getestet. Pjöngjang bezeichnete den Raketentest als Reaktionauf Militärübungen Südkoreas.  UN-Resolutionen verbieten Nordkorea – das mehrfach Atombomben getestet hat – die Starts von ballistischen Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite. Solche Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.+++ 0.05 Uhr: Schröder warnt vor “nachträglicher Legitimation des Irak-Kriegs” +++Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat eine deutsche Beteiligung an einem US-geführten Militäreinsatz in der Straße von Hormus abgelehnt. Deutschland dürfe sich nicht in den Konflikt zwischen den USA und dem Iran hineinziehen lassen, sagte Schröder der “Rheinischen Post”. “Das wäre eine nachträgliche Legitimation des Irak-Kriegs.” Etwas anderes wäre eine Beteiligung an einer britischen oder ausschließlich europäischen Schutzmission für Handelsschiffe. Eine solche Beteiligung müsse die SPD erwägen.Schröder hatte 2003 als Kanzler Nein zu einer deutschen Beteiligung an der US-Invasion im Irak gesagt. Die Amerikaner hatten damals eine “Koalition der Willigen” gebildet, der sich auch einige europäische Bündnispartner anschlossen, darunter Großbritannien und Spanien. Deutschland und Frankreich lehnten die Militärmission ab.



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Publish date : 2019-07-31 15:28:02

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