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“Die Höhle der Löwen”: Alle Löwen müssen vor die Tür – warum in dieser Sendung einige anders lief

“Die Höhle der Löwen”: Alle Löwen müssen vor die Tür




Der durchschnittliche Pitch bei “Die Höhle der Löwen” läuft so: Das Start-up präsentiert die Idee, bei einigen Produkten oder Einfällen müssen die Löwen dann sogar mal aufstehen, um es auszuprobieren. Aber ansonsten flanschen sich die Investoren in ihre Sessel. Die Gründer von Mellow Monkey druchbrechen dieses Muster und scheuchen die Löwen vor die Tür. Denn ihre Marshmallow-Süßigkeiten präsentieren sie vor dem Aufnahmestudio an einem Foodtruck. Innen Eiscreme, dann eine Schicht Schoko und drum herum Marshmallow. Sieht aus wie eingerollte Socken und lässt sich kaum unfallfrei essen. Bei Carsten Maschmeyer bröselt es beim Reinbeißen fast auf den Designer-Anzug. Doch obwohl ausgerechnet er beim Rausgehen noch Georg Kofler zuraunte, dass er Marshmallows gar nicht möge, schnappt er sich schnell noch eine weitere Probe, bevor die Investoren wieder in die Löwenhöhle gehen dürfen.Einen Deal gibt es am Ende doch nicht, zu unklar sind die Expansionspläne, zu wenig skalierbar scheinen die handgemachten Dessert-Knödel.Ralf Dümmel DS 12.20Vielleicht gefällt der Soccer Performancesack den Löwen besser. Der Sitzsack soll die Beine von Fußballern warm halten, wenn sie auf der Reservebank schmoren. Und in Europa gebe es immerhin 188.000 Fußballvereine, für die diese  Erfindung interessant sein können, argumentiert der Gründer. Doch um in dieser Branche durchstarten zu können, braucht man gute Kontakt – und hier hofft der Gründer auf die Löwen. Doch die springen nicht wirklich an. Denn das Business sei aufwendig, so Ralf Dümmel. Die kleinen Stückzahlen die verkauft werden, könnten sich kaum rechnen. Auch Nils Glagau ist nicht angetan, ihm ist das Geschäftsmodell nicht klar. Der Gründer muss ohne Deal die Löwenhöhle verlassen.Easy Pan – oder: Ein Deal in RekordzeitFür Tom Becker und Jan Heitmann lief es besser. Sie hofften nicht nur auf irgendeinen Löwen, sie hatten klare Vorstellungen: Ralf Dümmel soll es sein. Sie trommelten bei den Löwen für ihre Easy Pan, einer Pfanne mit der auch Laien locker das Gebratene wenden können. Das gelingt durch einen Überrollbügel. Und tatsächlich: Ralf Dümmel macht ihnen ein Angebot. Bei ihrem Wunsch – 20.000 Euro für 25 Prozent – war es klar, dass der Investor zuschnappt. Da braucht es auch keine Gegenangebote, Dümmel macht den Deal mit den beiden Gründen. Funfact am Rande: Der Pitch war einer der schnellsten bei der Aufzeichnung. Verhandeln die Löwen und Gründer mitunter deutlich über eine Stunde (und wird das dann später zu wenigen Minuten zusammengeschnitten), reichten bei Easy Pan gerade einmal rund 15 Minuten aus. Rekord!DHDL TV-Kritik Folge 1 0615Also schnell weiter zum nächsten Team: Zwei Typen in Armee-Klamotten versuchen ihr Glück. Die beiden Ex-Bundis wollen mit “Bio-Hacking” einen Löwen locken. Hinter dem Begriff verbirgt sich nichts anders, als durch äußere Faktoren den Körper zu besseren Leistungen zu animieren. Jeder, der völlig müde morgens einen starken Kaffee trinkt, kennt das im Grunde. Mit ihrer Firma Ahead stellen sie den Investoren einen pflanzlichen Omega-3-Riegel, der DHA aus Meeres-Mikroalgen enthält, vor. Der Powersnack soll geistig fitter machen. Klingt alles nett, aber die Unternehmensbewertung lässt die Löwen schlucken: 400.000 Euro wollen die Gründer für 10 Prozent der Anteile. Die Begründung der Unternehmer: Eine externe Bewertung ergab, dass ihre Firma sieben Millionen Euro wert sei. Das halten die Löwen für überzogen, Carsten Maschmeyer findet den Namen doof und Dagmar Wöhrl erklärt fast mütterlich, dass die Gründer nicht einfach nur einen Geldgeber bräuchten. Sondern vielmehr einen strategischen Partner, der ihnen ein Netzwerk bieten kann. Aber das will keiner riskieren – also kein Deal.Dann hat ein Pferd den großen Bühnenauftritt. Christina Terbille und Sarah Wendlandt haben eine Pferdeapp für professionelles Stall-Management entwickelt und als Deko ein Pferd ins Studio gestellt. Zugegeben, die App ist ein Nischenprodukt. Allerdings verstehen es die beiden Frauen eindrücklich, die Probleme darzulegen: Fütterung, Bewegung, Trainingszeiten, medizinische Versorgung und das für jedes einzelne Pferd im Stall – das ist aufwendig. Vor allem, weil dies meist per Zettel oder Aushang in den Reitställen organisiert wird. Allerdings ist das Business rund ums Pferd gewaltig: Auf mehr als sechs Milliarden Euro wird der  Markt geschätzt. Da horcht selbst der Pferdehaarallergiker Carsten Maschmeyer auf. Und bietet den Gründerinnen einen Deal an. Er verlangt 24,9 Prozent für die geforderten 150.000 Euro. Und: Die Frauen sollen die Logik ihrer App auch für andere Branchen nutzen. Die schlagen ein – fertig ist der Deal! DHDL TV-Kritik 23.00Frank Thelen und die Snowboard-LiebeDie Gründer von Clew wollen Snowboardern das Leben erleichtern. Denn vor allem das nervige An- und Abschnallen der Stiefel klappt nicht so einfach wie bei Skiern. Da muss sich doch was machen lassen, dachten sich Jakob Schneider, Johannes Weckerle und Matthias Albrecht aus München und entwickelten ein zweiteiliges System mit Step-in-Funktion. Statt anstrengendem Rumgezerre steigt der Boarder nun einfach in die Bindung. Seit zwei Jahren tüfteln die Gründer am Produkt, nun soll endlich der Marktstart her. 200.000 Euro für 15 Prozent ist ihr Angebot. Welch Glück für die Gründer, dass der Snowboarder Frank Thelen bei dieser Aufzeichnung im Sessel sitzt. Der probiert die Bindung (Schuhgröße 46!) auch gleich aus. Dass die anderen Löwen sich wenig für das Thema interessieren, ist wenig überraschend. Und Frank Thelen ringt mit sich: Es sei sein “Passionsthema”, aber der Markt ist klein, die Umsätze überschaubar. Aber er war selbst schon mal drauf und dran, eine eigene Bindung zu entwickeln. “Also wir finden, du solltest das machen”, sagt Carsten Maschmeyer. Auch Dagmar Wöhrl möchte Thelen am liebsten einen Schups geben. “Jetzt guck mal, hier sind jetzt schon sieben Menschen, die pitchen”, setzt Dümmel an. Und Frank Thelen lacht  – und nimmt sich dann einen Augenblick Auszeit. Soll ich, soll ich nicht? Der Zuschauer sieht den inneren Kampf in Thelen. Und dann gibt der sich einen Ruck. 200.000 Euro für 30 Prozent lautet sein Angebot. Nein, das ist den Gründern dann doch zu viel, sie lehnen ab. Kein Deal.Judith Williams ist entsetzt und schlägt die Hände vors Gesicht. “Wie kann man den Deal nicht nehmen?” Tja, gute Frage.



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Publish date : 2019-10-15 20:54:11

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