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Ex-Chefberater: Er ist wieder da! Präsidentenmacher Steve Bannon reitet zurück nach Washington, um Trump zu retten

Ex-Chefberater: Er ist wieder da! Präsidentenmacher Steve Bannon reitet zurück




Steve Bannon schied nicht in Frieden, aber auch nicht im Zwist von der Seite Donald Trumps. Aber er hatte stets darauf verzichtet, seinen Weggefährten im Weißen Haus aus der sicheren Distanz heraus zu attackieren. Dafür war ihm der Trumpismus, sein Trumpismus, die Ideologie, die seinem Geist entsprungen war, zu wichtig. Wichtiger als der Mann, der die Ideen umsetzt. Etwa der aktuelle US-Präsident. Zwei Jahre ist Bannons Abschied aus dem Weißen Haus nun her. Der selbsternannte Systemsprenger war danach durch die Welt getingelt, um sein rechts-ätzendes Gedankengut zu streuen – mit allerdings nur mäßigem Erfolg. Nun kehrt er zu seinen Wurzeln zurück: ins politische Washington.Eine Stunde Bannon-PropagandaDer Rechtspopulist geht zum Radio und wird täglich eine einstündige Sendung mit dem Namen “War Room: Impeachment” moderieren. Grund für seine Rückkehr in die Publizistik sei das Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump, sagte er bei der Vorstellung des Projekts. Das Format soll auf den Kanälen konservativer Talkradios laufen, die vor allem in den ländlichen Gebieten der USA sehr beliebt sind. Sechs Sender habe er bereits im Boot, Gespräche mit weiteren Stationen würden laufen, zudem soll die Show als Podcast über das Internet verbreitet werden.Bannon spricht ueber Rueckbau des Staates TPP MedienBannon, der mit der rechtspopulistischen Seite “Breitbart-News” bekannt wurde, sagte, dass es ihn nicht wieder zurück in die Regierung ziehe. “Ich bin nur ein Trump-Fan, der der Ansicht ist, dass das Weiße Haus keine angemessene Verteidigungsstrategie gegen das Amtsenthebungsverfahren hat.” Stattdessen seien die oppositionellen Demokraten mit ihrem Versuch, eine Ukraine-Affäre und ein Impeachment zu konstruieren, die eigentlichen “Meister des Desinformationskriegs”, so Bannon.Stephen Bannon, der PräsidentenmacherStephen Bannon schärfte im Wahlkampf Donald Trumps rechtes Profil und war maßgeblich für seine Präsidentschaft verantwortlich. Nach Trumps Wahlerfolg wurde er Chefberater und galt in der ersten Zeit sogar als eigentlicher Entscheidungsträger im Weißen Haus. Damals wie heute traute dem Amtsinhaber niemand die intellektuellen Kapazitäten zu, “echter” US-Präsident zu sein – ganz im Gegensatz zu Bannon. Der sah sich selbst als Schurke, der die verderbte, liberale Welt zerstören müsse, um auf ihren Trümmern eine bessere aufzubauen. In diesem Sinne kreierte etwa Gesetze, die Muslime von den USA fernhalten sollte und zeichnete das Bild einer “Lügenpresse”, die nichts als Hass und Hetze kennt.Bannon Kaderschmiede Italien 19.30Nach rund zwei Jahren aber war Schluss mit dem Weißem Haus. Trump ist dem rechten Ideologen oft zu erratisch, sprich zu moderat, Bannon wiederum plaudert fröhlich Interna aus der Regierungszentrale aus. Der Journalist Michael Wolff hat gleich zwei Bücher mit dessen Erinnerungen gefüllt. Am Ende war die Trennung das Beste für beide Seiten, zumal keiner der beiden ein Interesse an einem Rosenkrieg hatte.Nun aber, wo die Befürwortung eines Amtsenthebungsverfahrens auch in der Bevölkerung wächst, will Trumps alter Weggefährte retten, was zu retten ist. Auch wenn er nicht an eine Absetzung Trumps glaube, sieht Bannon sein Lebenswerk in Gefahr, die Wiedergeburt der USA unter reaktionären Vorzeichen und einem starken Führer. “Ich muss es tun, ich riskiere alles”, so Bannon, “wir reiten zum Klang der Knarren”.Auch ein anderer Trumpianer ist mit dabeiMit wir meint Bannon sein Team, denn er wird die Sendung nicht alleine bestreiten. Eine Handvoll Helfer stehen ihm zur Seite, darunter auch Jason Miller als Co-Moderator. Der war eine Zeitlang Kommunikationsdirektor unter  Donald Trump. Zu den Radiostationen, die “War Room: Impeachment” ausstrahlen, wird auch “One America News Network” gehören. Der kleine Sender wurde bekannt, nachdem ihn Donald Trump mehrfach lobend hervorhob – weil ihm sein eigentlicher Leib- und Magensender “Fox News” zu wenig euphorisch geworden war.Quellen: “Politico”, Warroom.org, “Vanity Fair”, DPA, AFP, “The Hill”



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Author : Niels Kruse

Publish date : 2019-10-25 17:49:20

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