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Impeachment-Anhörung: Zeuge Vindman: “Es ist Konsens, dass sich die Russen 2016 in die US-Wahlen eingemischt haben”

Impeachment-Anhörung: Zeuge Vindman: “Es ist Konsens, dass sich die Russen




Nächste Runde in den Anhörungen zur einer möglichen Amtsenthebung von US-Präsident Donald Trump. Immer noch geht es im Kern um die Frage, ob Trump seinen ukrainischen Amtskollegen Selenskij unter Druck gesetzt hat, damit dieser Korruptions-Ermittlungen gegen den bei der ukrainischen Firma Burisma beschäftigten Sohn des möglichen demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden, Hunter Biden, forcieren sollte. Das wäre Amtsmissbrauch, da Trump daraus einen persönlichen Vorteil ziehen könnte.An diesem Dienstag sind gleich vier Zeugen geladen. Mit Spannung werden vor allem die Aussagen von Kurt Volker, dem früheren US-Sonderbeauftragten in der Ukraine, und Tim Morrison, einem früheren Mitarbeiter im Nationalen Sicherheitsrat, erwartet. Zunächst aber sollen die Mitarbeiterin des US-Vize-Präsidentin Jennifer Williams und Alexander Vindman, ein Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrat, befragt werden.Verfolgen Sie die Zeugenaussagen des dritten Anhörungstages:+++ Republikaner Nunes befragt beide Zeugen nach Kontakten zur Presse +++Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses befragt beide Zeugen wiederholt, ob sie über Inhalte des Telefonats vom 25. Juli mit Journalisten gesprochen hätten. Beide betonen ebenfalls wiederholt, dass sie nicht mit der Presse gesprochen hätten und auch niemanden kennen würden, der das getan habe. Vindman stellt schließlich fest: “Es gibt eine Pressestelle, in der alle Fragen dieser Art beantwortet werden. Ich beschäftige mich überhaupt nicht mit der Presse.” Gemeint ist die Pressestelle des Nationalen Sicherheitsrates.+++ Kurze Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen von Alexander Vindman +++Als Schlüsselzeuge hat der Ukraine-Experte des Nationalen Sicherheitsrates seine Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump bekräftigt. Vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses sagte Alexander Vindman er habe ein Telefonat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als “unangemessen” empfunden. Er sei “besorgt” über das Gespräch gewesen. “Es ist für den US-Präsidenten unangemessen von einer fremden Regierung zu fordern, gegen einen US-Bürger und politischen Gegner zu ermitteln”, sagte Vindman, der in Armee-Uniform zu der öffentlichen Anhörung erschien. In seiner Eingangserklärung verurteilte Vindman verbale Angriffe auf Zeugen in der Ukraine-Affäre. Solche Attacken seien “verwerflich”, sagte der hochdekorierte Veteran. Auch Vindmans Glaubwürdigkeit wurde auf diese Weise attackiert. +++ Vindman bestätigt Geheimhaltung des Skripts des Telefonats zwischen Trump und Selenskij +++Auf Nachfrage bestätigt Alexander Vindman, dass das Protokoll des Telefonats zwischen Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskij am 25. Juli unter besondere Geheimhaltung gestellt wurde. Dies sei nicht ungewöhnlich, wenn man möchte, dass nur eine kleine Gruppe von Personen Zugriff auf ein Dokument hat. Die Dokumente werden “in einem sicheren System” aufbewahrt. Das Weiße Haus hat das Protokoll veröffentlicht.+++ Trump schaut angeblich nicht zu +++Nach Auskunft aus dem Weißen Haus verfolgt US-Präsident die Impeachment-Anhörung derzeit nicht. Möglicherweise werde er später Teile der Anhörungen verfolgen. Anders als an den Tagen zuvor, hat Trump die Anhörung von Williams und Vindman bisher nicht mit Tweets begleitet.+++ “Es ist Konsens der Geheimdienste, dass sich die Russen 2016 in die US-Wahlen eingemischt haben” +++Vindman wird gefragt, ob ihm “glaubwürdige Beweise” dafür bekannt seien, dass sich die Ukraine in die US-Wahlen von 2016 eingemischt hätten. Vindman verneint das. Er sei sich aber sehr wohl bewusst, dass der russische Präsident Putin diese Theorie vertreten habe. Dann sagt er: “Es ist Konsens der gesamten Geheimdienste, dass sich die Russen 2016 in die US-Wahlen eingemischt haben.”+++ Vindman löst die Stimmung mit Äußerung zu seinen Sprachkenntnissen +++Der Oberstleutnant wird nach seinen Sprachkenntnissen gefragt: Vindman antwortet: “Ich spreche Russisch und Ukrainisch und ein bisschen Englisch.” Gelächter im Saal.+++ Vindman: EU-Botschafter Sondland spricht am 10. Juli davon, dass Ukraine eine Leistung bringen müsste +++Der Oberstleutnant berichtet von einem Meeting im Büro des früheren Nationalen Sicherheitsberater John Bolton am 10. Juli. Dort habe der US-Sonderbotschafter in der EU, Gordon Sondland, “eingeworfen” habe, dass die Ukrainer für ein Treffen im Weißen Haus eine besondere Leistung erbringen müssten, und zwar “Ermittlungen, spezielle Ermittlungen”. Nach dieser Äußerung habe Bolton das Meeting abrupt beendet.+++ Vindman richtet emotionale Worte an seinen Vater +++Die Familie des Zeugen kam vor 40 Jahren als Flüchtlinge aus der Sowjetunion in die USA. Er richtet sich an seinen Vater, der die Familie 1979 in die Vereinigten Staaten brachte. “Dad, ich sitze hier im US-Kapitol und spreche mit unseren gewählten Fachleuten”, so Vindman. Er betont, dass sein Auftreten vor dem Komitee “ein Beweis dafür ist, dass er die richtige Entscheidung getroffen habe, die Sowjetunion zu verlassen und hierher in die Vereinigten Staaten zu kommen, um ein besseres Leben für unsere Familie zu suchen.”+++ Vindman beschreibt seine Sorge wegen des Telefonats vom 25. Juli +++Vindman saugt in seinem Statement aus, dass der Anruf Trumps bei Selenskij ihn besorgt habe und er dies dem Chefanwalt des Nationalen Sicherheitsrates, John Eisenberg, mitgetielt habe. “Es ist unangemessen, dass der Präsident der Vereinigten Staaten von einer ausländischen Regierung die Untersuchung eines US-Bürgers und eines politischen Gegners verlangt”, so Vindman.+++ Vindman verurteilt die Angriffe auf die Zeugen +++”Ich möchte mir einen Moment Zeit nehmen, um den Mut meiner Kollegen zu betonen, die vor diesem Ausschuss erschienen sind und erscheinen sollen. Ich möchte feststellen, dass die abscheulichen Angriffe auf diese angesehenen und ehrenwerten Staatsbediensteten verwerflich sind.” Vindman, ein dekorierter Lieutenant Colonel, betont, dass er stets keiner Partei, sondern dem “großartigen Land” gedient hat. Er erinnert daran, dass seine Familie vor 40 Jahren aus der Sowjetunion in die USA geflohen sein.+++ Williams spricht von “ungewöhnlichem” Anruf +++Die Pence-Mitarbeiterin spricht in ihrem Eingangs-Statement über das umstrittene Telefonat vom 25. Juli von Trump und Selenskij, dessen Skript die Beeinflussung Selenskijs durch Trump belegen soll. Sie nennt das Telefonat “ungewöhnlich”, vor allem im Vergleich zu anderen Präsidenten-Telefonaten, die sie bezeugt habe. Ungewöhnlich deshalb, weil in dem Telefon innenpolitische Angelegenheiten mit einem ausländischen Staatschef besprochen worden seien.Die Zeugin Jennifer Williams, eine Assistentin von Vizepräsident Mike Pence, erreicht das Capitol in Washington, um bei den Anhörung zum möglichen Impeachment gegen Donald Trump auszusagen.
© Sarah Silbiger+++ Schiff stellt die Zeugen vor +++Komitee-Chef stellt die beiden Zeugen vor. Die beiden werden vereidigt. Die Befragung wird gleich beginnen. Zunächst dürfen beide ihre Statements abgeben.+++ Geheimdienstchef David Nunes verurteilt die Berichterstattung +++Die aktuellen Impeachment-Anhörungen finden in Regie des Geheimdienstausschusses des Kongresses statt. Der Ausschussvorsitzende, der Republikaner Devin Nunes, ergreift das Wort, bevor die Befragungen beginnen. Er verurteilt die US-Medien für ihre Berichterstattung, die vielfach falsch gewesesen sei. Nunes zitiert mehrere Meldungen diverser Medien. Er bezeichnet die Medien als “Puppen der Demokraten”. Zudem verurteilt er erneut den Whistleblower und dass er es geschafft habe, dass nun ein Impeachment-Verfahren im Gange sei.Die beiden ersten Zeugen der Impeachment-Anhörung in Washington: Jennifer Williams, Beraterin von Vizepräsident Mike Pence und Alexander Vindman, Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats.
© Andrew Caballero-Reynolds+++ Schiff dankt den Zeugen für ihr Erscheinen +++Schiff dankt Vindman und Williams für ihr Erscheinen, obwohl öffentlich angefeindet worden seien – auch durch das White Haus. In Kürze wird die Befragung beginnen.+++ Komitee-Chef Schiff fasst bisherige Anhörungen zusammen +++Der Vorsitzende des Komitees, Adam Schiff, hat die Anhörung eröffnet. Er hält einen Rückblick auf die Termine der vergangenen Woche und fasst die Aussagen und Erkenntnisse zusammen.



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Publish date : 2019-11-19 15:53:56

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